Spielzeugfreie Zeit

Unsere moderne Konsumgesellschaft und die teilweise Überhäufung mit Spielzeug,
Konsumgütern und Freizeitangeboten führt dazu, dass Kinder zu wenig Gelegenheit haben,
"zu sich selbst zu kommen“, ihre eigenen Bedürfnisse zu spüren, ihre eigenen Ideen und Phantasien
zu entwickeln und auszuleben.


Wir führen jedes Jahr eine spielzeugfreie Zeit von ca. 3 Monaten durch. Mit der Herausnahme
des Spielzeugs sowie von Spielangeboten durch Erwachsene wollen wir den Kindern einen
räumlichen und zeitlichen Freiraum verschaffen, den sie selbstbestimmt nutzen dürfen.


"Zeug" zum Spielen“ in Form von Tüchern, Decken, Natur- und Bastelmaterialien ist dennoch
vorhanden. So erhalten die Kinder Gelegenheit, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu
erproben, Selbstvertrauen zu entwickeln, die persönlichen Bedürfnisse und die der anderen
Kinder besser wahrzunehmen. Dazu gehört es auch, einmal zu erleben, dass nicht alles klappt,
dass man Fehler macht, dass man auch einmal Frustration und Langeweile aushalten kann,
ohne dass diese gleich von Erwachsenen ausgeglichen werden. Nachweislich wird auch die
Sprache optimal gefördert. Sie wird ein wichtiges Werkzeug, um sich mit den anderen Kindern
über Spielideen auszutauschen, sich abzusprechen, die eigenen Gefühle und Gedanken
mitzuteilen.